Pflanzenheilkunde

"Kurz vorgestellt: der Hopfen"hopfen 3

hopfen 2Engl.: hops
Franz.: Cônes d´Houblon

Der Hopfen (Humulus lupulus) gehört zur Familie der Hanfgewächse (Cannabiaceae) .
Woher der Name kommt ist ungewiss. Möglicherweise vom altdeutschen Wort „hop: Schopf“ wegen des schopfartigen Blütenstandes. Diese baumhoch rankende Pflanze mit ihren charakteristischen Blütenblättern wächst in fast allen Ländern der Welt auch wild. In Österreich wird die weibliche Form mit Erfolg für die Bierbrauerei kultiviert. Doch nicht nur als Bestandteil des alkoholischen Getränkes ist der Hopfen von Bedeutung. Die Extrakte der Zapfen beinhalten viele wertvolle Inhaltsstoffe, die in der Heilkunde genutzt werden können.

Folgende Qualitäten werden dem Hopfen zugeordnet:

• aromatisch
• würzig
• bitter
• kühl
 

Wirkungen und Eigenschaften, welche sehr gut dokumentiert sind:

• beruhigend
• schlaffördernd
• appetitanregend
• Erhöhung von Speichel- und Magensekretion


Hopfen hilft, einen kühlen Kopf zu bewahren, wenn die Schläfen pulsieren. Bei Stress und Aufregung entspannt er den ganzen Körper. Bei Wechselerscheinungen, wie Wallungen, können diese weiblichen Blüten durchaus einen reduzierenden Einfluss ausüben.
Bei zu vielem und schnellem Essen hilft er, unsere Verdauung zu unterstützen.
Die Pflanze passt für Menschen, die zum Grübeln neigen und so in der Nacht keine Ruhe finden.

Das Motto heißt: Loslassen! Den Kopf in ein weiches, flauschiges Kissen legen und Muskel für Muskel entspannen!

Hopfen sei Dank!

Tipp aus der Apotheke: Teezubereitung mit Hopfen, Lavendel und Melisse


Wir beraten Sie gerne!

 

WICHTIGER HINWEIS:
Trotz der guten Wirksamkeit von Pflanzen/Zubereitungen aus Pflanzen und der ausführlichen Beratung, die Sie in unserer Apotheke erhalten, möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Anwendung von und die Information über diese keine ärztliche Behandlung und Beratung ersetzen!

 

Pflanzenheilkunde

Pflanzen wurden seit jeher als Heilmittel verwendet - egal ob frisch oder getrocknet, ob die ganze Pflanze oder nur Teile, wie etwa die Blüten. Über den ganzen Globus verteilt haben sich die verschiedensten Lehren über ihre Anwendungen entwickelt.

Wussten Sie zum Beispiel, dass der berühmte Steinzeitmensch „Ötzi
einige Heilkräuter in seinem Gepäck hatte? IngwerIngwer 2

In Indien entwickelte sich die Heilkunst Ayurveda, bei der uns auch bekannte Pflanzen, wie Ingwer, Aloe oder Sandelholz verwendet wurden. Etwa gleichzeitig begann sich die Traditionell Chinesische Medizin (TCM) mit ihrer Pflanzenlehre immer weiter zu etablieren. In Ägypten wurden Myrrhe, Thymian und Wacholder verwendet und in der griechischen Antike befassten sich bedeutende Köpfe namens Pythagoras, Hippokrates und Theophrast mit den Geschenken aus der Natur.

 WacholderDer persische Wacholder 2Mediziner Avicenna brachte den Wissensschatz über tropische Arzneipflanzen bis nach Europa. Hildegard von Bingen etablierte die Traditionell Europäische Medizin (TEM) im mittelalterlichen Europa. Paracelsus gilt als einer der bedeutenden Wegbereiter der Naturheilkunde und als Vater der Spagyrik („Alle Wiesen und Matten, alle Berge und Hügel sind Apotheken“).
Viele Koryphäen, wie zum Beispiel Christoph Wilhelm Hufeland, Johann Gottfried Rademacher, trugen Wissen über Arzneipflanzen, deren Bedeutung, Wirkungen und Anwendungen zusammen.

Heute können wir aus diesem immensen Wissensschatz schöpfen und auf eine jahrtausend-lange Erfahrung zurückblicken. Die seit jeher bekannten, traditionellen Anwendungen werden mittlerweile mit wissenschaftlichen klinischen Studien belegt und bilden eine essenzielle Disziplin in Medizin und Pharmazie. Für jede Lebenslage, sowie für jedes Lebensalter bietet die Naturheilkunde enormes Potential.

Besuchen Sie uns in der Apotheke zur hl. Elisabeth, wir beraten Sie gerne und stellen Ihnen gerne Ihre persönliche Teemischung zusammen!