Pflanzenheilkunde

"Kurz vorgestellt: der Sonnenhut"

EchinaceaEngl.: purple coneflower
Franz.: plante d’échinacée

Echinacea purpurea ist ursprünglich in Nordamerika beheimatet und war den indianischen Ureinwohnern schon als Heilpflanze bekannt. Die Blütenform hat eine Ähnlichkeit mit einem breiten Sonnenhut. Volkstümlichen wird die Pflanze auch „Igelkopf“ (vom griechischen Wort „echinos: Igel“ abgeleitet) benannt. Wie Stacheln streckt sie ihren Blütenkopf uns abwehrend entgegen.

kühl, bitterer, scharf-würziger GeschmackEchinacea 2

Meist wird eine Tinktur der ganzen Pflanze mit der Blüte zubereitet. Doch auch die Wurzel und die Samen haben einen stärkenden Einfluss auf verschiedene Organsysteme.

Immunsystem
Lymphsystem
Atmungssystem
Geschlechtsorgane
Haut

Der Sonnenhut ist besonders bei akuten Entzündungen und Infekten zu empfehlen, wobei auf die Dosis und auf den Anwendungszeitraum geachtet werden sollte.

„Stopp! Die Reise ist zu Ende!“ So könnte das Motto lauten, um unliebsamen Eindringlingen das ungehinderte Reisen in unserem Körper zu erschweren.Also: Igelstachel aufstellen und Schutzschirm aufspannen!

Tipp aus der Apotheke: Spagyrische Mischung „Resistenzsteigerung“ aus unserer Apotheke mit Echinacea


Wir beraten Sie gerne!

 

WICHTIGER HINWEIS:
Trotz der guten Wirksamkeit von Pflanzen/Zubereitungen aus Pflanzen und der ausführlichen Beratung, die Sie in unserer Apotheke erhalten, möchten wir ausdrücklich darauf hinweisen, dass die Anwendung von und die Information über diese keine ärztliche Behandlung und Beratung ersetzen!

 

Pflanzenheilkunde

Pflanzen wurden seit jeher als Heilmittel verwendet - egal ob frisch oder getrocknet, ob die ganze Pflanze oder nur Teile, wie etwa die Blüten. Über den ganzen Globus verteilt haben sich die verschiedensten Lehren über ihre Anwendungen entwickelt.

Wussten Sie zum Beispiel, dass der berühmte Steinzeitmensch „Ötzi
einige Heilkräuter in seinem Gepäck hatte? IngwerIngwer 2

In Indien entwickelte sich die Heilkunst Ayurveda, bei der uns auch bekannte Pflanzen, wie Ingwer, Aloe oder Sandelholz verwendet wurden. Etwa gleichzeitig begann sich die Traditionell Chinesische Medizin (TCM) mit ihrer Pflanzenlehre immer weiter zu etablieren. In Ägypten wurden Myrrhe, Thymian und Wacholder verwendet und in der griechischen Antike befassten sich bedeutende Köpfe namens Pythagoras, Hippokrates und Theophrast mit den Geschenken aus der Natur.

 WacholderDer persische Wacholder 2Mediziner Avicenna brachte den Wissensschatz über tropische Arzneipflanzen bis nach Europa. Hildegard von Bingen etablierte die Traditionell Europäische Medizin (TEM) im mittelalterlichen Europa. Paracelsus gilt als einer der bedeutenden Wegbereiter der Naturheilkunde und als Vater der Spagyrik („Alle Wiesen und Matten, alle Berge und Hügel sind Apotheken“).
Viele Koryphäen, wie zum Beispiel Christoph Wilhelm Hufeland, Johann Gottfried Rademacher, trugen Wissen über Arzneipflanzen, deren Bedeutung, Wirkungen und Anwendungen zusammen.

Heute können wir aus diesem immensen Wissensschatz schöpfen und auf eine jahrtausend-lange Erfahrung zurückblicken. Die seit jeher bekannten, traditionellen Anwendungen werden mittlerweile mit wissenschaftlichen klinischen Studien belegt und bilden eine essenzielle Disziplin in Medizin und Pharmazie. Für jede Lebenslage, sowie für jedes Lebensalter bietet die Naturheilkunde enormes Potential.

Besuchen Sie uns in der Apotheke zur hl. Elisabeth, wir beraten Sie gerne und stellen Ihnen gerne Ihre persönliche Teemischung zusammen!